#einverrückterscheißkerl

Also. Nicht erschrecken, es ist nichts Schlimmes passiert.  Aber falls ihr die Blogartikel sonst immer gerne Euren Kindern vorlest: Diesen hier besser nicht. 

Wir sind auf der Durchreise. Irgendwie müssen wir noch den Tag rumkriegen bevor am Nachmittag endgültig nach Barcelona auf den Campingplatz fahren. Wir haben an einem Strandparkplatz in der Nähe von Barcelona gehalten. Hässlich, dreckig, voll, heiß. Aber egal, Hauptsache die Kinder können noch mal ins Wasser hüpfen. Ich bin total k.o. und darf im Bus bleiben und ein bisschen schlafen. Ich reiße alle Fenster und Türen auf, es ist  ja so heiß. Endlich Ruhe, Kopf ablegen, direkt an der geöffneten Heckklappe, halleluja, schon bald bin ich eingeschlafen. 

Ich wache auf weil jemand hinter meinem Rücken am Bett steht. Wahrscheinlich eines der Kinder, will gerade zum mir auf Bett klettern. Ich drehe mich verschlafen um… Da steht ein Mann. Dunkler Typ, kurze Haare, Orangenes T-shirt. Steht über mich gebeugt und guckt mich an. Ich bin total verwirrt. Mir fällt nix besseres ein als: „What… You cant’t just come in here. Are you crazy?“ Er antwortet: „I like your body“ Da macht es bei mir Klick. Ich schreie: „OUT! You go!! GO!!!“ Er tritt sofort den Rückzug an. Ich verfolge ihn schreiend bis zur Tür. Weg ist er. 

Puh. Was war das? Ich stehe orientierungslos im Bus. Hat er was geklaut? Mein Handy liegt noch auf dem Tisch. Was jetzt? Tür abschließen! Ich gehe zur Tür, da sehe ich ihn zurückkommen. Schnell verbarrikadiere ich mich. Er kommt um den Bus herum zum Fenster und ruft: „I just want to make you happy!“ Ich tobe vor Wut. „You GO! I call the police!“ Er verkrümelt sich wieder zwischen den Autos auf dem Parkplatz. 

Gerade pegelt sich mein Adrenalin wieder ein, da klopft es zagahft an der Tür. Es ist Sophie. Sie weint. Sie kann nicht richtig am Strand spielen weil sie sich am Tag zuvor die Hand verletzt hatte. Sie möchte, dass ich mit ihr kuschel und Harry Potter vorlese. 

Während ich lese schiele ich immer wieder nervös zum Fenster raus. 

Und tatsächlich: Ich höre ein Geräusch an der Tür und der Typ steht schon wieder da, erklimmet gerade sie Stufen (bitte fragt nicht, warum ich die Tür schon wieder offen hatte. Erstens war es wirklich heiß. Zweitens habe ich Sophie nichts erzählt, weil ich ihr keine Angst machen wollte. Drittens schien der Typ ja doch harmlos zu sein. Sobald ich laut wurde ist er ja weggerannt. Zwei mal schon). 

Er öffnet den Mund, aber bevor er etwas sagen kann, brülle ich ihn schon wieder in die Flucht. Sophie guckt mich erschrocken an: „Wer war das?“ Ich bin immer noch voll in Fahrt und schreie: „Keine Ahnung! Ein Irrer! Ein verrückter Scheißkerl!“ 

Da kommt Benjamin und in der Ferne sehe ich auch Micha und Maya antrödeln. 

Ende der Geschichte. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Ein Gedanke zu “#einverrückterscheißkerl”