Hurra, Fkk.

„Geht’s Euch gut? Wir haben lange nichts mehr von Euch gehört?“ – ja, uns geht es gut. Wir hatten in den letzten zwei Wochen einfach nicht viel zu erzählen. Nachdem wir an dem schönen Flüsschen waren, an dem Benjamin seinen Fisch gefangen hat, haben wir uns auf die nächste Sierra zurückgezogen. Dort gibt es einen schönen FKK Campingplatz, auf dem wir einige Pakete aus der Heimat erwarten wollten. Leider hat das Paket wesentlich länger gebraucht als geplant, weshalb auch wir länger dort geblieben sind, als geplant.

Große Freude als das Paket endlich ankommt

Wir waren so lange dort, dass unsere Vorräte gegen Ende nur noch aus Konservendosen bestanden. Alles leer gefuttert. Wirklich einkaufen konnten (wollten) wir auch nicht, weil wir dann alles hätten einpacken und mit der ganzen Mannschaft wieder von der Sierra herab ins Tal hätten fahren müssen. Das war insgesamt eher unerfreulich, weil gegen Ende sehr langweilig, aber immerhin sind wir jetzt alle (fast) nahtlos braun. Außerdem habe ich jetzt einen praktischen Arbeitsplatz für den Laptop am Lenkrad.

So arbeitet es sich gleich viel besser

Camping bei den Nudisten ist allerdings herrlich ungezwungen. FKK Strände besuchen wir generell gerne, aber wir waren noch nie auf einem dedizierten FKK Campingplatz. Wir empfanden es als sehr angenehm, uns keine Gedanken um Bekleidung machen zu müssen. Einfach morgens raus aus dem Bett und raus in die Sonne. Oder Abends vor dem Schlafen nochmal schnell aufs Klo, einfach so.

Wir haben zwar eine dreiviertel Stunde gebraucht, aber Zeit war reichlich und Maya hat alles alleine gespült. So gründlich wurde unser Geschirr noch nie gesäubert.

Wir haben sogar eine kurze Bekanntschaft gemacht: Eines morgens sprach mich ein Mann in den Zwanzigern an. Er heiße Angelo und glaube, er hätte uns in Valencia auf seinem Campingplatz gesehen. Unser Bus sei ja relativ einzigartig. Es stellte sich heraus, dass Angelo an der Bar des Stellplatzes in Valencia arbeitet, auf dem wir eine Nacht verbracht haben. Ein wirklich lieber Kerl. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, uns von ihm zu verabschieden bevor er wieder in seine Bar zurück musste. Falls wir nochmal durch Valencia kommen, würde ich aber gerne nochmal auf diesem hässlichen Stellplatz übernachten und einen Cocktail bei Angelo trinken.

Auch für Musisches war reichlich Zeit

Unsere nächste Station sollte die Finca Kunterbunt in Denia sein, natürlich nicht ohne auf dem Weg nochmal bei Decathlon, Mercadona (~160€ Nahrungsmittel. Wir waren wirklich abgebrannt…) und meinem persönlichen Liebling: Leroy Merlin (das ist ein Baumarkt, aber wie spricht man das aus? Wir sind uns da nicht ganz einig) vorbeizuschauen. Außerdem waren wir in einem furchtbaren, großen Einkaufszentrum um Wolle und Stricknadeln für Sophie zu besorgen, aber dort gab es nur Klamotten und Fastfood. Sehr ernüchternd.

Die Nacht haben wir am Strand in Denia verbracht. Direkt auf dem weiten Sandstrand, mitten in der Stadt, konnte man schön stehen. Allerdings kamen irgendwann zwei Autos mit postpubertären Partypeoples… Da war es erstmal vorbei mit der Ruhe, aber die sind glücklicherweise nach ein paar Bier (und ein paar spanischen HipHop Songs die nicht ganz mein Geschmack waren) wieder abgezogen.

Am Strand in Denia. Benjamin baut wieder mal irgendetwas.

Am nächsten Tag haben wir die Leute von er Finca Kunterbunt am Strand getroffen und sind abends zur Finca gefahren, um dort zu stehen. Eigentlich wollten wir mindestens zwei Wochen dort bleiben. Die Kinder waren zufrieden, wieder Spielkameraden zu haben und die Leute waren auch nett. Der Ort selbst allerdings hat uns nicht besonders gut gefallen. Angesichts des Unkostenbeitrags von 25€/Nacht, der uns dafür viel zu hoch war, sind wir nach drei Nächten vorzeitig abgereist, weiter Richtung Süden.

Warum wir dann doch wieder Richtung Norden umgedreht sind folgt im nächsten Beitrag

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