Sophie und Gustav auf dem See

Pack die Badehose ein

Pack die Badehose ein, nimm das kleine Schwesterlein, und dann geht es auf zum (Wann-)See

Zurück nach Freiburg… Da hilft kein Jammern und kein Klagen, ein PCR Test muss her. Abgesehen von dem großen Zeit- und Geldaufwand war es aber dann gar nicht so schlimm. Das Testzentrum war sehr schön an einem Park mit See gelegen, wo wir auch direkt mit unserem Bus parken und übernachten konnten. Durften wir zwar nicht (Umweltzone und Schild nur bis 2,8 Tonnen), aber egal. Außerdem war der ganze Park voll Bärlauch, weshalb es spontan Nudeln mit Bärlauchpesto gab.


Danach ging’s weiter Richtung französische Grenze, um dort auf das Ergebnis zu warten.
Für die kommenden zwei Tage war herrliches Wetter vorausgesagt, und so suchten wir in weiser Voraussicht einen Stellplatz an einem Badesee auf. Allerdings waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee…

Wir lernen die erste Familie kennen

Am Stellplatz reihte sich ein Wohnmobil an das andere. Aber wo viele Leute sind, sind auch nette Leute und die haben wir kennengelernt. Heide und Benjamin wohnen mit ihren Kindern in der Nähe von Freiburg und wollten wie wir das sonnige Wochenende am See verbringen. Der ältere Sohn Gustav geht auf eine freie Schule. Die beiden sind Straßenschauspieler. Damit lässt sich zur Zeit aber kein Geld verdienen, deshalb hat Heide Kartoffeln angepflanzt und verkauft, und Benjamin arbeitet nach 100 Semestern an seiner Bachelorarbeit zum Thema GFK an Schulen. Im Herbst diesen Jahres müssen sie aus ihrer Wohnung raus und wollen dann vielleicht auch reisen.
Kennt ihr den Film „Weit“? Da reist ein Paar zu Fuß und per Anhalter einmal um die Welt. Während der Reise haben sie ein Baby bekommen und sind auf dem Rückweg zu dritt. Ein wunderschöner und inspirierender Film! Diese beiden jedenfalls kannten unsere neuen Freunde persönlich. Sie haben inzwischen mehr Kinder, und diese gehen auf die selbe freie Schule wie der Sohn von Heide und Benjamin. Außerdem kennen sie Familien die gerade ein paar Monate durch Spanien gereist sind. Und nochmal außerdem sind es ganz tolle Menschen mit sehr netten Kindern und wir hatten so viel zu bequatschen!
Am Abend mussten wir den Stellplatz verlassen (worauf ich freundlicherweise von einem Polizisten hingewiesen wurde. Hach ja, die Polizei und ich…). Wir hatten aber unsere Testergebnisse noch nicht, und so fuhren wir mit Heide und Benjamin und den Kindern zu einem anderen See. Für die Fahrt haben wir Gustav bei uns eingepackt, der wollte so gerne mal mit dem Bus fahren. Es war eine lustige Runde mit Traubenzuckerlutschern!
An dem neuen See gab es sogar eine Bude mit Essen und Getränken! Wow, wie lange haben wir keine geöffnete Gastronomie mehr gesehen, es war herrlich!
Mit dem ersten Sonnenbrand in den Gesichtern und erfüllt von dieser schönen Bekanntschaft krabbeln wir abends in den Bus.

Sophie und Gustav auf dem See
Sophie und Gustav haben sich mit Heides Stand-Up-Board abgesetzt

Denn Sauberkeit ist für die zwei
Am Ende doch nur Spielerei
(Wilhelm Busch)

Am nächsten Morgen ließ sich schließlich das dringende Bedürfnis zu duschen nicht mehr aufschieben. Micha holte für jeden von uns einen Eimer Wasser vom See und los ging’s mit Micha’s genialer Duscherfindung mit nervösen Blicken über den noch menschenleeren Parkplatz. Micha stand dabei um zur Not das Handtuch hochzureißen. Ich mag ja FKK aber nur wenn es alle machen…
Jedenfalls diese Dusche funktioniert grandios mir See- oder Flusswasser und bis auf den fehlenden Duschvorhang ist es eine große Freude!
Technische Details für die, die es interessiert hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.